Wie Kleidung Leben retten kann

Smart Textiles können Feuerwehrleute vor Überhitzung schützen. Oder bei der Produktentwicklung von Sportartikeln unterstützen. Forschung hilft, durch den Einsatz textiler Sensoren das Wohlbefinden sowie die körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Alleine in den USA sterben jährlich 50 Feuerwehrleute an den Folgen der Überlastung, die im und durch einen Einsatz auftreten. Steigende Temperaturen im Feuerwehranzug führen zu einem „Kipppunkt“, an dem Feuerwehrleute kollabieren können.

Smarte Textilien bieten hier die Möglichkeit für niederschwellige Messsysteme, um Temperatur, Feuchtigkeit und Vitalparameter zu erfassen. Die Kombination aus traditionellen Textilien, intelligenten Materialien und elektronischen Komponenten bringt die Intelligenz in die Kleidung: Dadurch erhalten Feuerwehrmänner und -frauen eine von anderen Systemen unabhängige und niederschwellige Unterstützung während des Arbeitseinsatzes. Intelligente Algorithmen können basierend auf den Sensordaten automatisch Warnungen und Interventionen einleiten, um die Vitalparameter wieder in den Zustand des Wohlbefindens zurückzuführen.

Smarte Textilien können darüber hinaus auch bei der Entwicklung von Sportartikel unterstützen. Auf Basis der Sensordaten entstehen Modelle, die komplexe biomechanische Information während der Nutzung von Sportartikeln außerhalb des Labors erfassbar machen und zur Entwicklung von innovativen Produkten beitragen. Dadurch können in Zukunft ein Beitrag zu einer gesünderen Lebensweise geleistet und mitunter auch Leben gerettet werden.

Texsense wird als bundesländerübergreifende Kooperation zwischen Salzburg und Vorarlberg im Rahmen der WISS2025-Strategie des Landes Salzburg gefördert. Projektpartner sind der Fachbereich Sport- und Bewegungswissenschaft der Uni Salzburg, sowie der Technologieführer für Schutzbekleidung „Texport Salzburg“, adidas, Digital Elektronik und die Grabher Group.

Mehr Information: salzburgresearch.at

Gepostet am 28.04.2022

Ähnliche Beiträge

Künstliche Intelligenz als Hilfs-, aber nicht Allheilmittel

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat in der Industrie großes Potenzial, wenn es in den richtigen Bereichen eingesetzt wird. Welche das sind, zeigen Anwendungsbeispiele des Salzburger IT-Leitunternehmens Porsche Informatik.

Kontaktlos Bargeld abheben dank der Salzburger Banken Software (SBS)

Über die Hälfte der Geldautomaten in Österreich und Deutschland werden bereits mit der Software von SBS betrieben. Diese ermöglicht die kontaktlose Bargeldabhebung. Im Interview hat uns Geschäftsführer Wolfgang Braunwieser erklärt, welche Technik hinter der Software steht.

Handwerk 4.0 in Tamsweg

Den Stillstand in der Corona-Pandemie hat die Firma Steinwender Haustechnik genutzt, um digital aufzurüsten: digitale Lagerbestände und Baustellendokumentation macht die Arbeit leichter und effizienter. Für das Projekt erhielt das Tamsweger Unternehmen eine Förderung vom Land Salzburg.