Handlungsempfehlungen zur digitalen Transformation für KMU

Digitalisierung – Chance und Risiko zugleich. So sehen das zumindest viele KMU. Entziehen können sie sich der digitalen Transformation jedenfalls nicht. Unternehmen mit digitalen Strukturen und Prozessen haben Wettbewerbsvorteile, können Kosten einsparen, Prozesse automatisieren und mehr Zielgruppen erreichen.

Doch Digitalisierung birgt auch Risiken. Investitionen in die Digitalisierung bringen Unsicherheiten mit sich– sie kosten viel, der Zeitaufwand ist hoch und der tatsächliche Nutzen ist oft zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar. Viele KMU neigen dazu, die Bedeutung und Auswirkungen von Digitalisierung zu unterschätzen und steigen zu spät in die digitale Transformation ein.

Um den Einstieg zu erleichtern, hat Salzburg Research ein E-Paper „KMU: 7 Handlungsempfehlungen für digitale Transformation“ erstellt, welches Orientierung für KMU bietet. Wie gehe ich die digitale Transformation an? Wo muss ich beginnen? Diesen Fragen geht das E-Paper nach. Hier eine Zusammenfassung der sieben Handlungsempfehlungen für KMU:

  1. Digitalisierungs- und Unternehmensstrategie

Die Digitalisierungsstrategie muss ein Teil der Unternehmensstrategie sein. Darauf aufbauend können Sie definieren, in welchem Bereich Sie digitale Technologien in Zukunft verwenden wollen. Ihre Unternehmensstrategie sieht den Ausbau des Kundenmanagements als zentrales Ziel? In diesem Bereich können Sie Digitalisierung fördern. Wichtig bei der Digitalisierungsstrategie ist sich genaue Ziele zu setzen und zu definieren, wie man diese erreichen kann, die personellen, technischen und finanziellen Ressourcen zu eruieren und die genaue Umsetzung zu planen.

  1. Geschäftsmodellinnovationen

Die Kundenbedürfnisse haben sich aufgrund der Digitalisierung verändert? Überlegen Sie, wie Sie diese Bedürfnisse mit digitalen Technologien befriedigen können. Es gilt, die eigenen Geschäftsmodelle zu hinterfragen und diese anzupassen oder sogar neue zu kreieren. Diese neuen Geschäftsmodelle können parallel zu den traditionellen laufen. Der Mehrwert für die Kundin und den Kunden steht dabei immer im Mittelpunkt.

  1. Personalmanagement und Personalentwicklung

Ein Hindernisgrund für die digitale Transformation bei KMU ist der Fachkräftemangel. Das Personalmanagement muss daher Teil der Digitalisierungsstrategie sein. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter/innen bei der Aus- und Weiterbildung. Außerdem muss das Personal bei Digitalisierungsprojekten mit einbezogen werden, da die digitale Transformation Unsicherheiten mit sich bringen.

  1. Nutzung digitaler Technologien für Kund/innengewinnung und -management

Digitale Technologien können das Kundenmanagement verbessern. CRM-Systeme können zum Beispiel die Vielzahl an Kund/innendaten bündeln, soziale Medien ermöglichen rasche und flexible Kommunikation mit der Kundschaft. Soziale Medien und die Unternehmenswebseite stellen die wichtigsten Onlinepräsenzen von Unternehmen dar und ermöglichen, dass man seine Zielgruppe auf vielen unterschiedlichen Wegen erreicht.

  1. Effiziente Nutzung von Daten

Teil der Digitalisierungsstrategie ist die Datenstrategie. Sie definiert, welche Daten Sie sammeln und wie Sie diese erfassen und nutzen können. In Unternehmen fallen viele Daten an, doch nicht immer können sie sinnvoll verwertet werden. Automatisierte, moderne Analyseverfahren, wie zum Beispiel in der Produktion, helfen bei der Auswertung von Daten und können Energie- und Materialverbrauch dokumentieren und so langfristig zu Kostenreduktion führen.

  1. Proaktive Sicherstellung von IT- und Datensicherheit und Datenschutz

Wenn Prozesse immer mehr digitalisiert werden, gewinnt auch IT- und Datensicherheit immer mehr an Bedeutung. Diese und auch der Datenschutz müssen stets gesichert sein und ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierungsstrategie. Ein Sicherheitskonzept definiert, welche Unternehmensdaten besonders schützenswert sind, die rechtlichen Grundlagen und wie mit einem Hackerangriff umzugehen ist. Auch in diesem Bereich ist die Schulung von Mitarbeiter/innen wesentlich.

  1. Einsatz digitaler Plattformen in Vertrieb, Produktion und F&E

Nutzen Sie digitale Plattformen für sich, wie zum Beispiel Online-Handelsplattformen. Das ermöglicht KMU neue Zielgruppen und neue Märkte zu erschließen. Bei Kund/innen sind Handelsplattformen wie Amazon beliebt, da sie Produkte vergleichen können.

Doch auch abseits vom Vertrieb können digitale Plattformen Nutzen bringen. Besonders im Austausch von Informationen und Leistungen mit beispielsweise Lieferant/innen und Kooperationspartner/innen sind sie effizient. Auch hier sind sowohl Datensicherheit und -schutz als auch das Know-how der Mitarbeiter/innen, wie diese Plattformen funktionieren, wichtig.

 

Um den Einstieg in die Digitalisierung zu schaffen, können sich KMU an kompetente Partner wenden. Das ITG – Innovationsservice für Salzburg unterstützt Sie bei der digitalen Transformation. Kontaktieren Sie uns!

Das gesamte E-Paper von Salzburg Research können Sie hier nachlesen.

Gepostet am 01.10.2020

Bei Innovationstagung 2020 am 15. Oktober lernen Sie aus den Erfahrungen erfolgreicher KMU, wie sie die digitale Transformation angegangen sind, welche Herausforderungen sie dabei gehabt haben und was es Ihnen schlussendlich bringt. On- und offline in kurzweiligen zwei Stunden. Jetzt kostenlos anmelden!

(Foto: Andrey Popov – Adobe Stock)

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